| — | Andrea Bachstein in der Süddeutschen Zeitung über das koreanische Ehepaar, dass aus der gekenterten “Costa Concordia” gerettet wurde. |
In Delmenhorst steht ein linksalternativer junger Mann wegen Körperverletzung vor Gericht. Doch Zeugen halten das vermeintliche Opfer für den eigentlichen Täter. Der stadtbekannte Neonazi war bewaffnet.
Flüchtlinge hoffen auf eine Wohnung in Oldenburg
Asylbewerber Familie aus Syrien lobt Betreuung – Zehnjähriger leidet an Epilepsie
Anlässlich des 73. Jahrestages der Reichspogromnacht habe ich mit meiner Kollegin Friederike Liebscher die Geschichte der Synagoge in Berne (Landkreis Wesermarsch) aufgeschrieben.
Artikel über die ersten Flüchtlinge, die auf dem ehemaligen Fliegerhorst an Oldenburgs Stadtrand untergebracht worden sind. Ich war dazu gebeten worden, weil in der Familie niemand Englisch spricht. Mit dem Vater habe ich ein kurzes Interview auf Arabisch gemacht.
Für die NWZ habe ich einen “Rollentausch” geschrieben. Dafür habe ich ein paar Stunden gearbeitet. Als Kellner auf dem Schützenfest-Freibier in Friesoythe.
Zur “Aktionswoche Alkohol” habe ich Jörn Kaminski, Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Oldenburg, zum Alkoholmissbrauch Jugendlicher befragt.
| — | Andre Parrot (Ehemaliger Direktor des Louvre) |
Für das Buch “Kollektive Identitäten im Nahen und Mittleren Osten: Studien zum Verhältnis von Staat und Religion” habe ich mit Maximilian Felsch den Aufsatz über die Identitätskonstruktion der ägyptischen Muslimbrüder geschrieben.
Ich besuche gerade einen Arabisch-Intensivkurs am Landsspracheninstitut Bochum. Wir Sprachschüler unterhalten uns natürlich viel über die arabische Welt, erzählen uns Anekdoten von unseren Reisen. Dabei ist mir ein kleines interkulturelles Missgeschick wieder eingefallen, dass mir während meines ersten Ägyptenaufenthaltes passiert ist.
Ich war gerade in Kairo angekommen. Eine Freundin aus Münster hatte mich in Empfang genommen. Sie nahm mich zu einem Treffen mit einigen ägyptischen Freunden mit: Alles junge Männer, die in Texas studiert und danach in Kairo ein offenbar gut laufendes Reisebüro aufgebaut hatten. Sie waren weltgewandt und auf Spaß aus – in ihrem Büro wurde als erstes ein Joint angezündet.
Später saßen wir in einem Café und fingen an, der Reihe nach Witze zu erzählen. Ich kann mir nicht gut Witze merken, aber drei habe ich mir eingeprägt. Wenn ich in die Verlegenheit komme, packe ich einen von ihnen aus – oft folgen dann auch die anderen zwei – und erzähle ihn sehr ausgeschmückt und lebendig.
Nun muss Super-Man das Arschloch spielen
Als ich dran war, erzählte ich meinen Jesus-Witz. Ich hatte noch überlegt, ob ich das wirklich tun sollte. Die Jungs waren zwar Muslime, aber auch im Islam ist Jesus eine wichtige Figur, ein bedeutender Prophet. Und in dem Witz wird er als Arschloch dargestellt und auch bezeichnet. Ich hatte also Bedenken, aber gleichzeitig hat es mich wahnsinnig interessiert, wie diese lustigen Jungs reagieren würden. Also legte ich los.
Niemand hat über die Pointe gelacht. Ich erntete eisiges Schweigen, das nur kurz gebrochen wurde, um mich auf die Bedeutung Jesus’ für den Islam hinzuweisen. Die Runde löste sich schnell auf, die Jungs habe ich nie wiedergesehen.
Wenn ich in der arabischen Welt diesen Witz erzähle, tausche ich seitdem Jesus gegen Super-Man aus.
Wenig später trat die dänische Jyllands Posten mit Muhammed-Zeichnungen den Karikaturenkonflikt los. Über den habe ich meinen ersten Text für sueddeutsche.de geschrieben.
